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PRESSEMITTEILUNG

der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e. V.

Nr. 05/2018 (14.02.2018)

Die Deutsche Physikalische Gesellschaft vergibt den Technologietransferpreis 2017/2018 an Karlsruher Einrichtungen

Preisträger sind die Nanoscribe GmbH, Eggenstein-Leopoldshafen sowie das Institut für Nanotechnologie und das Innovations- und Relationsmanagement des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)

Bad Honnef, 14. Februar 2018 – Der DPG-Technologietransferpreis 2017/2018 geht gemeinschaftlich an die Nanoscribe GmbH, Eggenstein-Leopoldshafen, sowie das Institut für Nanotechnologie und das Innovations- und Relationsmanagement des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Die drei Einrichtungen erhalten die Auszeichnung für die herausragende Übertragung von wissenschaftlichen Erkenntnissen auf dem Gebiet der 3D-Laserlithographie in die wirtschaftliche Verwertung – insbesondere zur Fabrikation von Mikro- und Nanostrukturen.

Der DPG-Technologietransferpreis wird am 7. März 2018 im Rahmen der 82. Jahrestagung in Erlangen überreicht. Die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) ehrt damit die drei Einrichtungen, denen es in herausragender Weise gelungen ist, wissenschaftliche Erkenntnisse wirtschaftlich zu verwerten. „Die Arbeitsgruppe von Prof. Martin Wegener am Institut für Nanotechnologie des KIT hat die dreidimensionale Laserlithographie von einem wissenschaftlichen Verfahren zur Herstellung von Photonischen Kristallen zu einem Werkzeug zur Herstellung komplexer dreidimensionaler Mikro- und Nanostrukturen für vielfältigste industrielle Einsatzmöglichkeiten entwickelt“, sagt Udo Weigelt, Vorstandsmitglied Industrie und Wirtschaft der DPG.

Hierzu gründete Wegener im Dezember 2007 mit drei Mitarbeitern die Firma Nanoscribe GmbH. Durch die Lizensierung von mehreren Schuztrechten über das Innovations- und Relationsmanagement (IRM) des KIT sowie die Umsetzung weiterer grundlegender Innovationen ist Nanoscribe heute Weltmarktführer auf dem boomenden Hochtechnologiemarkt hochpräziser 3D-Drucker.

Die Technologie erlaubt beispielsweise die Fertigung metallischer Metamaterialien. Ferner erlaubt die zum Patent angemeldete Technik des „Dip-In“ die Herstellung von Mikro- und Nanostrukturen mit prinzipiell unbegrenzter Höhe. Der Einsatz von Galvo-Spiegeln und eine umfangreiche eigens entwickelte Software reduzierte die Druckzeit zugleich um mehr als zwei Größenordnungen bei gleicher Präzision.

Heute sind mehr als 150 3D-Drucker von Nanoscribe in mehr als 30 Ländern der Welt in der Wissenschaft sowie Industrie im Einsatz. Die Nanoscribe GmbH gilt damit als eine der erfolgreichsten Unternehmensgründungen Deutschlands der vergangenen Jahre. Mit aktuell 55 Beschäftigten ist Nanoscribe längst „den Kinderschuhen entwachsen“.

Durch den Trend zur Individualisierung, zur Miniaturisierung sowie zur Zunahme der Komplexität, erfährt der 3D-Druck derzeit Rückenwind. Die von Nanoscribe entwickelte Technologie dient heute als Werkzeug für eine Vielfalt an wissenschaftlichen Forschungsfeldern sowie rasch wachsender industrieller Märkte. Die Anwendungen reichen von der Optik beispielsweise für leistungsstarke miniaturisierte Hochleistungsoptiken für Smartphones über das „Tissue Engineering“ und der Mikrofluidik bis zur Hochleistungs-Datenkommunikation über optische Wellenleiter für die sogenannte Photonik. Die Industrie profitiert ferner von neuartigen optischen Sicherheitsmerkmalen für den Produktschutz sowie vom „Rapid Prototyping“.

Foto: © DPG 2016


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Die Deutsche Physikalische Gesellschaft e. V. (DPG), deren Tradition bis in das Jahr 1845 zurückreicht, ist die älteste nationale und mit rund 62.000 Mitgliedern auch größte physikalische Fachgesellschaft der Welt. Als gemeinnütziger Verein verfolgt sie keine wirtschaftlichen Interessen. Die DPG fördert mit Tagungen, Veranstaltungen und Publikationen den Wissenstransfer innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft und möchte allen Neugierigen ein Fenster zur Physik öffnen. Besondere Schwerpunkte sind die Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses und der Chancengleichheit. Sitz der DPG ist Bad Honnef am Rhein. Hauptstadtrepräsentanz ist das Magnus-Haus Berlin.
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