PRESSEMITTEILUNG

der Deutschen Physikalischen Gesellschaft

Nr. 28/2018 (07.11.2018)

Der DPG-Lehrerpreis geht an zwei engagierte Lehrkräfte: an eine Physik-Lehrerin aus Berlin sowie an einen Physik-Lehrer aus Jülich

Am 9. November 2018, dem Tag der DPG, bekommen die beiden herausragenden Lehrkräfte die Auszeichnung im Physikzentrum Bad Honnef überreicht. Am gleichen Tag wird der ESA-Astronaut Alexander Gerst mit der Medaille für naturwissenschaftliche Publizistik geehrt.

Bad Honnef, 7. November 2018 – Gabriela Ernst von der Walter-Gropius-Schule, Berlin, sowie Witold Franke, OStR i. R. des Gymnasiums Haus Overbach, Jülich erhalten in diesem Jahr den von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) ausgeschriebenen Preis für ihre herausragenden Leistungen in der Vermittlung von Physik an Schulen. Sie erhalten die Preise für ihr überragendes Engagement in der Gestaltung und Weiterentwicklung des Physikunterrichts an ihren Schulen, die ihren Schülerinnen und Schüler die Bedeutung der Physik für das Leben und Zusammenleben der Menschen aufzeigen. „Kinder sind von Natur aus neugierig. Inspirierende Lehrerinnen und Lehrer wie Gabriela Ernst und Witold Franke verstärken diese Neugier, so dass eine lebenslange Begeisterung und Faszination für Wissenschaft geweckt wird“, sagt DPG-Präsident Dieter Meschede. „Das freut uns sehr.“

Die Berliner Physiklehrerin Gabriela Ernst wird für ihr vielfältiges und unermüdliches Engagement ausgezeichnet, in verschiedenen Bildungsinstitutionen neue Ideen zur Vermittlung von Physik in Schule und Hochschule zu entwickeln, zu erproben und zu evaluieren, um damit allen Schülerinnen und Schülern Bildungschancen zu eröffnen. Sie unterrichtet beispielsweise im Berliner Schülerlabor UniLab Adlershof. Das ist ein außerschulischer Lernort, der eine Brücke schlägt zwischen Schule und Forschung.

Das UniLab Adlershof stützt sich auf phänomenorientierte Lernformen und verbindet wichtige Schlüsselkompetenzen wie die Fähigkeit zum vernetzten Lernen und zur Quellenerschließung. Der Mut zum Experiment, zu Eigeninitiative und Teamgeist werden genauso gefördert wie die wissenschaftliche Qualifikation. Zudem wirkte Gabriela Ernst an dem vom BMBF bis 2006 geförderten Projekt „Physik im Kontext“ mit.

OStR i. R. Witold Franke wird für sein jahrzehntelanges, umfangreiches und durch den Aufbau eines Astro-Labs nachhaltiges Engagement ausgezeichnet, das die physikalische Bildung von Schülerinnen und Schülern sowie Erwachsenen stärkt.

Franke hat während seiner gesamten aktiven Zeit als Gymnasiallehrer und auch außerhalb der Dienstzeit mit viel Engagement die naturwissenschaftliche und allgemeine Bildung gefördert und hat vorbildlich viele Generationen von Schülerinnen und Schülern für die Naturwissenschaften begeistert.

Schon als Lehrer entwickelte er Ferienakademien für interessierte Schülerinnen und Schüler. Als Gründer des AstroClub und Dozent für alle MINT Disziplinen leitet er bei „Let’s Do Science“ des Science College Overbach sowohl Kinder-Workshops als auch Akademien. Diese Einrichtung wurde durch die Landesregierung Nordrhein-Westfalens für das außerschulische Bildungsprogramm als „Ort des Fortschritts“ ausgezeichnet.

Verleihung der Medaille für naturwissenschaftliche Publizistik an ESA-Astronaut Alexander Gerst

In der gleichen Festveranstaltung wird der ESA-Astronaut Alexander Gerst mit der Medaille für naturwissenschaftliche Publizistik der DPG ausgezeichnet. Da Gerst sich zurzeit auf der Internationalen Raumstation ISS im All befindet nimmt sein Kollege Reinold Ewald die Medaille stellvertretend entgegen.

Unter seinem Pseudonym Astro_Alex lässt uns Gerst hautnah an seinem Leben und seiner Arbeit im All teilhaben und weckt damit insbesondere bei jungen Menschen die Begeisterung für Naturwissenschaften und Technik. Dabei bedient er sich modernster Kommunikationsformen wie Twitter oder Instagram. Bemerkenswert ist ebenso seine Kooperation mit der WDR-Sendung mit der Maus. Zudem wirkte Gerst an einem Schulheft mit, das die DPG zusammen mit dem DLR und Jugend forscht erarbeitete und er betreut Experimente des Studierendenwettbewerbs „Überflieger“, den das DLR zusammen mit der DPG ausgeschrieben hat.

Darüber hinaus erhalten einige verdiente DPG-Mitglieder Ehrennadeln verliehen.

Die Verleihung der Preise und Ehrennadeln findet mit geladenen Gästen am Nachmittag des 9. November 2018 im Rahmen der Festveranstaltung des 39. „Tages der DPG“ im Physikzentrum Bad Honnef statt.

Medienvertreterinnen und Medienvertreter sind herzlich eingeladen, dem Festakt zur Berichterstattung beizuwohnen. Wegen begrenzter Kapazitäten bitten wir dringend um Anmeldung per E-Mail unter

Foto: DPG / Heupel 2010


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Die Deutsche Physikalische Gesellschaft e. V. (DPG), deren Tradition bis in das Jahr 1845 zurückreicht, ist die älteste nationale und mit über 62.000 Mitgliedern auch größte physikalische Fachgesellschaft der Welt. Als gemeinnütziger Verein verfolgt sie keine wirtschaftlichen Interessen. Die DPG fördert mit Tagungen, Veranstaltungen und Publikationen den Wissenstransfer innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft und möchte allen Neugierigen ein Fenster zur Physik öffnen. Besondere Schwerpunkte sind die Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses und der Chancengleichheit. Sitz der DPG ist Bad Honnef am Rhein. Hauptstadtrepräsentanz ist das Magnus-Haus Berlin.
Website: www.dpg-physik.de

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